Bestway APX365 oder Steel Pro MAX: welches 549er Rundbecken passt

Zwei runde Stahlrahmenbecken desselben Herstellers mit exakt demselben Durchmesser von 549 Zentimetern. Das eine ist zehn Zentimeter höher, bringt eine Sandfilteranlage mit und darf im Winter stehen bleiben. Das andere ist die seit Jahren eingeführte Standardbaureihe mit Kartuschenfilter.
Wer die Klasse insgesamt sucht, findet den Überblick bei den Aufstellpools. Hier stehen die beiden Baureihen nebeneinander.
- Bestway APX365, wenn der Pool nicht jeden Herbst abgebaut werden soll132 statt 122 cm hoch, 26.000 statt 23.062 Liter, Sandfilteranlage statt Kartuschenfilter und Polar-Shield für den Ganzjahresbetrieb
- Bestway Steel Pro MAX, wenn das Becken ohnehin im Herbst weichtdieselbe Grundfläche, geringere Bodenlast, Antihaftbeschichtung und zwei Jahre Herstellergarantie
- Beide549 cm Durchmesser, dreilagige Folie, werkzeugloser Aufbau, Sicherheitsleiter, Abdeckplane und Ablassventil mit Schlauchadapter
Die zwei Kandidaten
Bestway APX365
132 cm, 26.000 Liter, winterfest
Bestway Steel Pro MAX
122 cm, 23.062 Liter, Kartusche
Die Daten nebeneinander
| Merkmal | Bestway APX365 | Bestway Steel Pro MAX |
|---|---|---|
| Durchmesser | 549 cm | 549 cm |
| Höhe | 132 cm | 122 cm |
| Wasserkapazität | 26.000 l | 23.062 l bei 90 Prozent |
| Filteranlage | Sandfilteranlage | Filterpumpe mit Kartusche |
| Förderleistung | 6.056 l/h | 5.678 l/h |
| Filtermedium | Polysphere Filterbälle, liegen bei | Filterkartusche, liegt bei |
| Folie | dreilagig, TriTech | dreilagig, DuraPlus |
| Antihaftbeschichtung | keine Angabe | ja |
| Rahmenverbindung | ClickConnect, verzinkter Stahl | T-Verbinder, PVC-Band |
| Winterbetrieb | Polar-Shield, kein Abbau nötig | Abbau im Herbst vorgesehen |
| Sicherheitsleiter | 132 cm | 122 cm |
| Abdeckplane | liegt bei | liegt bei |
| Ablassventil | mit Gartenschlauchadapter | mit Gartenschlauchadapter |
| Reparaturflicken | liegen bei | selbstklebend, liegt bei |
| Aufbau | ohne Werkzeug | ohne Werkzeug |
| Garantie | keine Angabe | 2 Jahre |
| Modell | 561KCGS | 56462 |
Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Sets, wie sie Bestway für die jeweilige Baureihe ausweist. Die Wasserkapazität ist bei der einen Baureihe als Wert bei 90 Prozent Füllhöhe angegeben, bei der anderen als runde Zahl, deshalb sind die beiden Angaben nicht auf die Nachkommastelle vergleichbar. Materialstärke der Folie und Gewicht nennt der Hersteller für keines der beiden Sets. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.
Was aus den Zahlen folgt
Was zehn Zentimeter mehr Wasser für den Untergrund bedeuten
Die Rechnung mit der Bodenlast
Ein Kreis von 5,49 Metern Durchmesser hat eine Fläche von rund 23,7 Quadratmetern. 26.000 Liter darauf sind rund 1.100 Kilogramm je Quadratmeter, 23.062 Liter sind rund 970.
Beide Becken bringen also gut eine Tonne je Quadratmeter auf den Boden, und in der Summe stehen dort 26 beziehungsweise 23 Tonnen.
Der Unterschied von rund 130 Kilogramm je Quadratmeter klingt klein, entscheidet aber darüber, ob eine unebene Rasenfläche noch trägt. Eine Terrasse, ein Holzdeck oder ein Kellerdach sind für keines der beiden Becken ohne Prüfung geeignet.
Praktisch heißt das: Der Untergrund muss in beiden Fällen eben und tragfähig sein. Wer Zweifel hat, nimmt das flachere Becken, weil drei Tonnen weniger auch drei Tonnen weniger sind.
Warum die größere Pumpe den Vorteil nicht vergrößert
Die Rechnung mit der Umwälzzeit
26.000 Liter durch 6.056 Liter je Stunde sind rund 4,3 Stunden für eine Umwälzung. 23.062 Liter durch 5.678 Liter je Stunde sind rund 4,1 Stunden.
Der Abstand beträgt gut zehn Minuten. Die stärkere Anlage im teureren Set gleicht das größere Volumen also fast genau aus.
Zwei Umwälzungen am Tag, wie sie üblich empfohlen werden, bedeuten bei beiden rund acht bis neun Stunden Laufzeit.
Praktisch heißt das: Wer wegen der Filterleistung zum größeren Set greift, bekommt sie nicht geschenkt, sondern nur passend zum Mehrvolumen. Der echte Unterschied liegt im Filtertyp, nicht in der Zahl.
Was der Verzicht auf den Herbstabbau spart
Die Rechnung mit dem Füllwasser
Ein Gartenschlauch liefert je nach Druck rund 1.000 Liter in der Stunde. Eine Erstbefüllung von 26.000 Litern dauert damit rund 26 Stunden, also gut einen Tag am Stück.
Wer das Becken jeden Herbst abbaut, wiederholt das jede Saison. Über fünf Jahre sind das rund 115.000 Liter, die durch den Zähler laufen.
Beim winterfesten Becken wird stattdessen nur der Wasserstand abgesenkt, das Wasser bleibt zum überwiegenden Teil im Becken und muss im Frühjahr lediglich ergänzt und aufbereitet werden.
Praktisch heißt das: Der Ganzjahresbetrieb spart einen Befülltag im Jahr und den größten Teil des Frischwassers. Dafür steht im Winter ein volles Becken im Garten, das gesichert und beobachtet werden muss.
Wofür welches Becken reicht
Beide Sets bringen ihre Filtertechnik mit, aber keines eine Anlage, die für 26.000 Liter auf Dauer die erste Wahl wäre. Wer nachrüsten will, sieht bei den Sandfilteranlagen nach, und wer die mitgelieferte Leiter für zu wackelig hält, bei den Leitern für Aufstellpools.
Wo jedes von beiden gewinnt
Für den APX365 spricht
- 132 statt 122 Zentimeter Wassertiefe
- Rund 3.000 Liter mehr Wasser bei gleicher Fläche
- Sandfilteranlage statt Kartuschenfilter
- Bleibt im Winter stehen
- ClickConnect-Rahmen aus verzinktem Stahl
Für den Steel Pro MAX spricht
- Rund drei Tonnen weniger Last auf dem Boden
- Niedrigere Wand beim Einstieg
- Antihaftbeschichtung der Folie
- Zwei Jahre Herstellergarantie
- Seit Jahren eingeführte Baureihe mit Ersatzteilversorgung
Ein Punkt betrifft beide gleichermaßen: Die mitgelieferte Abdeckplane ist eine Regenschutzplane und keine Sicherheitsabdeckung. Sie hält Laub ab, trägt aber kein Gewicht. Wer das Becken über den Winter stehen lässt, braucht zusätzlich eine Winterschutzabdeckung, die Schnee und Laub tatsächlich aufnimmt.



