Intex 26670 oder 26668: welches Salzwassersystem passt zu welchem Becken

Zwei Salzelektrolysegeräte derselben Baureihe, beide mit selbstreinigender Zelle, beide mit demselben Salzbedarf von rund drei Gramm je Liter. Das eine ist für Becken bis 26.500 Liter angegeben, das andere bis 56.800. Die Frage sieht nach einer reinen Größenwahl aus, hängt aber an der Filterpumpe, die schon im Keller steht.
Wer die Klasse insgesamt sucht, findet den Überblick bei den Salzelektrolysegeräten. Hier stehen die Datenblätter der beiden nebeneinander.
- Intex 26670, wenn das Becken über 26.500 Liter fasst12 statt 5 Gramm Chlor je Stunde und ein zulässiger Durchfluss bis 12.112 Liter je Stunde
- Intex 26668, wenn das Becken kleiner istdieselbe Zelltechnik in der ECO-Ausführung mit eingebauter 24-Stunden-Schaltuhr und elektrokatalytischer Oxidation als zweiter Stufe
- Beide2,5 bis 3,5 g/l Salz, Mindestdurchfluss 2.650 l/h, drei Selbstreinigungszyklen, nicht für Stahlwandbecken
Die zwei Kandidaten
Intex 26670
12 g/h, bis 56.800 Liter
Intex 26668
5 g/h, bis 26.500 Liter
Die Daten nebeneinander
| Merkmal | Intex 26670 | Intex 26668 |
|---|---|---|
| Chlorproduktion | 12 g/h | 5 g/h |
| Angegebenes Poolvolumen | bis 56.800 l | bis 26.500 l |
| Salzgehalt | 2,5 bis 3,5 g/l, ideal 3 | 2,5 bis 3,5 g/l, ideal 3 |
| Mindestdurchfluss | 2.650 l/h | 2.650 l/h |
| Höchstdurchfluss | 12.112 l/h | 11.355 l/h |
| Selbstreinigung | drei Zyklen, 6, 10 und 14 Stunden | drei Zyklen, 6, 10 und 14 Stunden |
| Zeitschaltuhr | keine Angabe | 24 Stunden, eingebaut |
| Zweite Behandlungsstufe | keine Angabe | elektrokatalytische Oxidation |
| Anzeige | Tastenfeld mit Display | überarbeitetes Bedienfeld mit Display |
| Betriebsspannung | 220 bis 240 V | 220 bis 240 V |
| Stahlwandbecken | nicht geeignet | nicht geeignet |
| Edelstahlleiter | nur mit Zinkanode | nur mit Zinkanode |
| Modell | CG-26670 | ECO 5220 / CG-26668 |
Werte nach den Herstellerangaben zur Krystal-Clear-Reihe, nachzulesen in der Produktübersicht zum kleineren Gerät und bei Intex selbst. Leistungsaufnahme und Gewicht nennt der Hersteller für keines der beiden Geräte, deshalb stehen sie in keiner Spalte. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Wo eine Angabe fehlt, zählt das nicht als Nachteil.
Was aus den Zahlen folgt
Warum das große Gerät eine große Pumpe erzwingt
Die Rechnung mit dem Mindestdurchfluss
Beide Geräte arbeiten ab 2.650 Litern je Stunde. Ein Becken von 56.800 Litern braucht bei diesem Durchfluss rund 21 Stunden für eine einzige Umwälzung, ein Becken von 26.500 Litern rund 10.
Die Faustregel verlangt zwei Umwälzungen am Tag. Für das große Becken hieße das mit der Mindestpumpe 43 Stunden am Tag, was es nicht gibt.
Der Mindestdurchfluss ist also nur die Schwelle, ab der die Zelle überhaupt anspringt, und keine Empfehlung. Wer die 56.800 Liter ausreizt, braucht eine Pumpe nahe am oberen Ende der Spanne.
Praktisch heißt das: Die Größenangabe des Chlorinators ist erst dann eine Aussage, wenn die Filteranlage dazu passt. Beim kleineren Gerät geht die Rechnung schon mit einer mittleren Pumpe auf.
Was zwölf gegen fünf Gramm Chlor tatsächlich bedeuten
Die Rechnung mit dem Tageseintrag
Bei acht Stunden Laufzeit erzeugt das große Gerät rund 96 Gramm Chlor, das kleine rund 40. Verteilt auf das jeweils angegebene Beckenvolumen sind das rund 1,7 gegen rund 1,5 Milligramm je Liter.
Beide Geräte sind also für ihre Beckengröße nahezu gleich stark ausgelegt. Das größere hat keine Reserve, es hat nur mehr Wasser zu versorgen.
Der Zielwert für freies Chlor liegt bei rund 0,3 bis 0,6 Milligramm je Liter. Ein Teil des Eintrags wird laufend durch Sonne und Badebetrieb verbraucht, deshalb liegt die Produktion deutlich darüber.
Praktisch heißt das: Wer ein Becken von 30.000 Litern hat, kauft nicht das kleine Gerät mit etwas mehr Laufzeit, sondern das große. Die Reserve, die man dafür vermutet, gibt es nicht.
Wie viel Salz beim ersten Befüllen hineingeht
Die Rechnung mit der Salzmenge
Drei Gramm je Liter bedeuten bei 56.800 Litern rund 170 Kilogramm Salz, bei 26.500 Litern rund 80. In Säcken zu 25 Kilogramm sind das etwa sieben gegen etwa drei.
Diese Menge fällt einmal beim Befüllen an, denn Salz wird bei der Elektrolyse nicht verbraucht, sondern läuft im Kreis.
Nachgesalzen wird nur, was durch Rückspülen, Verdunstung mit Nachfüllen und Regenwasser verdünnt wird, üblicherweise ein Bruchteil der Erstmenge je Saison.
Praktisch heißt das: Der Salzkauf ist eine einmalige Anschaffung in der Größenordnung mehrerer Säcke, und beim großen Becken ist er mehr als doppelt so hoch wie beim kleinen.
Wofür welches Gerät reicht
Wer die Salzelektrolyse mit einer Anlage kombinieren will, die das mitmacht, sollte bei den Sandfilteranlagen für Salzwasserpools nachsehen, und wer erst prüfen muss, ob die vorhandene Pumpe genug Durchfluss bringt, bei den Poolpumpen.
Wo jedes von beiden gewinnt
Für das 26670 spricht
- Zwölf statt fünf Gramm Chlor je Stunde
- Angegeben bis 56.800 statt 26.500 Liter
- Zulässig bis 12.112 statt 11.355 Liter je Stunde
- Kürzere Laufzeit für denselben Chloreintrag
- Reserve für stark genutzte Becken
Für das 26668 spricht
- Eingebaute 24-Stunden-Schaltuhr
- Elektrokatalytische Oxidation als zweite Stufe
- Überarbeitetes Bedienfeld
- Deutlich geringere Salzmenge beim Befüllen
- Kommt mit einer mittleren Filterpumpe aus
Beide Geräte teilen eine Einschränkung, die vor dem Kauf zählt: Stahlwandbecken und Edelstahlteile im Wasser vertragen den Salzgehalt schlecht. Eine Edelstahlleiter braucht eine Zinkanode als Opferanode, sonst korrodiert sie. Wer ein Becken mit Stahlwand hat, sollte die Salzelektrolyse gar nicht erst planen und stattdessen bei der Dosierpumpe für flüssiges Chlor bleiben.
Wenn keines von beiden passt
Häufige Fragen zur Salzelektrolyse
Ist Salzwasser im Pool chlorfrei?
Nein, im Gegenteil. Die Anlage stellt aus dem Salz laufend Chlor her, es kommt nur nicht aus dem Kanister. Der Vorteil liegt darin, dass die Konzentration gleichmäßiger bleibt und keine Chlorspitzen nach dem Nachdosieren entstehen. Wer Chlor grundsätzlich vermeiden will, ist bei der Salzelektrolyse falsch.Wie salzig fühlt sich das Wasser an?
Drei Gramm je Liter sind etwa ein Zehntel des Salzgehalts von Meerwasser. Das schmeckt man leicht, es brennt aber nicht in den Augen und hinterlässt keine Salzkruste auf der Haut. Viele empfinden das Wasser als weicher als klassisch gechlortes.Warum produziert die Zelle plötzlich weniger?
Meist liegt Kalk auf den Platten. Beide Geräte haben deshalb Selbstreinigungszyklen, die die Polarität umkehren und den Belag absprengen. Hilft das nicht mehr, ist die Zelle am Ende ihrer Lebensdauer. Zweite häufige Ursache ist ein zu niedriger Salzgehalt nach dem Nachfüllen von Frischwasser. Was im Wasser wirklich los ist, zeigt erst ein Wassertestgerät.Muss der pH-Wert trotzdem eingestellt werden?
Ja, und zwar besonders sorgfältig. Die Elektrolyse hebt den pH-Wert im Betrieb an, weil bei der Reaktion Natronlauge entsteht. Ohne Gegensteuern wandert das Wasser in den basischen Bereich, und dort verliert das Chlor an Wirkung, ganz gleich wie viel die Zelle produziert. Ein pH-Senker gehört deshalb zur Salzanlage dazu.Kann die Anlage im Winter draußen bleiben?
Die Zelle muss vor Frost geschützt werden, weil Restwasser im Gehäuse gefriert und die Platten sprengt. Üblich ist, die Zelle im Herbst auszubauen, zu spülen, zu trocknen und frostfrei zu lagern. Das Salz bleibt dabei im Becken, es schadet der Überwinterung nicht und senkt sogar den Gefrierpunkt geringfügig.Die Entscheidung in einem Satz
Intex 26670 Krystal Clear Salzwassersystem für Pools bis 56.800 l
Wer ein Becken über 26.500 Liter hat und eine Filterpumpe im oberen Bereich der zugelassenen Spanne betreibt, nimmt das 26670, weil zwölf statt fünf Gramm Chlor je Stunde bei dieser Wassermenge keine Reserve sind, sondern die Voraussetzung. Wer ein Aufstellbecken um 20.000 Liter versorgt, eine mittlere Pumpe hat und Wert auf die eingebaute Schaltuhr sowie die zweite Behandlungsstufe legt, fährt mit dem 26668 in der ECO-Ausführung besser und spart nebenbei mehr als die Hälfte der Salzmenge beim Befüllen.


