Steinbach Poollicht 060050 oder 060060: Netzbetrieb oder Batterie

Zwei Unterwasserleuchten desselben Herstellers, beide mit Magnet an der Beckenwand, beide für Aufstellbecken gedacht. Die eine hängt an einem sechs Meter langen Kabel und einem Netzteil, die andere an drei Batterien und einer Fernbedienung. Die Frage klingt nach Bequemlichkeit, entscheidet sich aber an der Zahl der Abende, an denen das Licht tatsächlich brennt.
Wer die Klasse insgesamt sucht, findet den Überblick bei der Poolbeleuchtung. Hier stehen die beiden Bauarten nebeneinander.
- Steinbach 060050, wenn das Licht regelmäßig brenntNetzbetrieb über 230 auf 12 Volt, IPX8-Gehäuse, sechs Meter Kabel und Magnethalt bis einen Meter Tiefe
- Steinbach 060060, wenn kein Kabel ins Wasser soll13 LEDs, zwei Helligkeitsstufen, Fernbedienung, wahlweise magnetisch befestigt oder frei schwimmend
- BeideMagnetbefestigung, für Aufstellbecken gedacht, nicht für Salzwasserpools geeignet
Die zwei Kandidaten
Steinbach 060050
Netzbetrieb, IPX8, sechs Meter Kabel
Steinbach 060060
Batteriebetrieb, Fernbedienung
Die Daten nebeneinander
| Merkmal | Steinbach 060050 | Steinbach 060060 |
|---|---|---|
| Stromversorgung | 230 auf 12 V, Netzbetrieb | drei AA-Zellen |
| Betrieb ohne Kabel | nein | ja |
| Anzahl LEDs | 6 | 13 |
| Helligkeitsstufen | keine Angabe | zwei |
| Fernbedienung | nein | ja |
| Durchmesser | 8,7 cm | 15 cm |
| Bauhöhe | 3,5 cm | 3,0 cm |
| Befestigung | Magnet | Magnet oder frei schwimmend |
| Magnethalt bis | 1 m Tiefe | keine Angabe |
| Geeignete Wandstärke | bis 0,80 mm | keine Angabe |
| Kabellänge | rund 600 cm | entfällt |
| Schutzart | IPX8 | keine Angabe |
| Einsatz außerhalb des Wassers | keine Angabe | ja |
| Salzwasser | nicht geeignet | nicht geeignet |
| Modell | 060050 | 060060 |
Werte nach den Herstellerangaben zu beiden Artikelnummern, wie sie Steinbach für die jeweilige Leuchte ausweist. Lichtstrom in Lumen, Leistungsaufnahme und Lebensdauer nennt der Hersteller für keine der beiden, deshalb stehen dazu keine Zeilen in der Tabelle und die Zahl der LEDs ist der einzige Anhaltspunkt für die Helligkeit. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.
Was aus den Zahlen folgt
Was drei AA-Zellen an einem Abend leisten
Die Rechnung mit der Batterielaufzeit
Drei Alkalizellen der Größe AA liefern zusammen rund 4,5 Volt bei etwa 2.500 Milliamperestunden, also rund 11 Wattstunden.
13 kleine LEDs ziehen zusammen grob ein Watt. Damit reicht ein Satz Batterien für rund zehn Stunden Dauerlicht auf der helleren Stufe.
Ein Abend am Becken dauert selten länger als drei bis vier Stunden. Ein Batteriesatz hält also etwa drei Abende.
Praktisch heißt das: Wer das Licht an 60 Abenden im Jahr brennen lässt, verbraucht rund 20 Sätze, also 60 Zellen. Wer es zehnmal im Jahr für den besonderen Abend anschaltet, kommt mit drei bis vier Sätzen aus.
Wie weit sechs Meter Kabel am Becken reichen
Die Rechnung mit dem Kabelweg
Ein Rundbecken mit 5,49 Metern Durchmesser hat einen Umfang von rund 17,2 Metern. Sechs Meter Kabel decken davon gut ein Drittel ab, und das nur, wenn die Steckdose direkt am Beckenrand sitzt.
Der übliche Fall ist eine Steckdose an der Hauswand, zwei bis drei Meter entfernt. Dann bleiben drei bis vier Meter für den Weg am Becken entlang.
Die Leuchte hängt also dort, wo das Kabel hinreicht, und nicht dort, wo das Licht am schönsten wäre. Eine Verlängerung ist möglich, muss aber im Außenbereich über einen Fehlerstromschutzschalter laufen.
Praktisch heißt das: Vor dem Kauf einmal mit dem Zollstock vom Stecker bis zur Wunschstelle gehen. Sechs Meter sind schneller weg, als sie klingen.
Wie viele Leuchten ein großes Becken braucht
Die Rechnung mit der Ausleuchtung
Ein Unterwasserstrahler dieser Größe leuchtet in klarem, gechlortem Wasser rund zwei Meter weit sinnvoll aus. In leicht trübem Wasser sind es weniger als ein Meter.
Bei 17,2 Metern Umfang und einem ausgeleuchteten Bogen von rund vier Metern je Leuchte braucht ein 549er Rundbecken vier Stück für gleichmäßiges Licht.
Eine einzelne Leuchte macht daraus keine Ausleuchtung, sondern einen Lichtkegel, in dem der Rest des Beckens dunkler wirkt als vorher.
Praktisch heißt das: Die Zahl der LEDs entscheidet weniger als die Zahl der Leuchten und die Wasserqualität. Wer Sicherheit im Blick hat und nicht Stimmung, plant mehrere Punkte statt einer starken Leuchte.
Wofür welche Leuchte reicht
Beide Leuchten sind ausdrücklich nicht für Salzwasserbecken freigegeben. Wer eine Salzelektrolyse betreibt, muss auf eine entsprechend freigegebene Leuchte ausweichen, sonst korrodiert der Magnet innerhalb einer Saison. Speziell für Aufstellbecken gedachte Ausführungen stehen bei der Poolbeleuchtung für Aufstellbecken.
Wo jede von beiden gewinnt
Für die 060050 spricht
- Netzbetrieb ohne Batterien
- IPX8 ausdrücklich angegeben
- Magnethalt bis einen Meter Tiefe beziffert
- Wandstärke bis 0,80 Millimeter freigegeben
- Mit 8,7 Zentimetern deutlich kompakter
Für die 060060 spricht
- 13 statt sechs LEDs
- Zwei Helligkeitsstufen
- Fernbedienung im Lieferumfang
- Magnetisch oder frei schwimmend
- Kein Kabel, das über den Rasen läuft
Ein Punkt betrifft beide: Eine Unterwasserleuchte ersetzt keine Beleuchtung des Wegs zum Becken. Der Lichtkegel im Wasser blendet von oben und lässt den Rand dunkler erscheinen, als er ist. Wer nachts badet, braucht zusätzlich Licht am Weg und an der Leiter, sonst wird aus der Stimmungsbeleuchtung eine Stolperfalle. Eine Poolsteuerung kann beides gemeinsam schalten.
Wenn keine von beiden passt
Häufige Fragen zur Poolbeleuchtung
Wie hält ein Magnet an einer Folienwand?
Nicht am Magneten allein, sondern an einem Gegenstück. Bei Stahlwandbecken zieht der Magnet die Leuchte von innen gegen die Wand, weil außen Stahl sitzt. Bei Folienbecken ohne Stahlwand liegt ein zweiter Magnet außen an, und beide halten sich durch die Wand hindurch. Deshalb die Angabe zur maximalen Wandstärke: Ist die Wand zu dick, reicht die Kraft nicht.Darf ein Netzteil in der Nähe des Beckens stehen?
Das Netzteil gehört außerhalb des Schutzbereichs um das Becken und an eine Steckdose mit Fehlerstromschutzschalter. Die Leuchte selbst arbeitet mit ungefährlichen zwölf Volt, gefährlich wäre nur die Netzseite. Bei fest verlegten Leitungen im Garten ist das ein Fall für den Elektriker, bei einer Steckerleuchte am Aufstellbecken reicht eine geprüfte Außensteckdose.Warum wirkt das Licht im Wasser so viel schwächer?
Weil Wasser Licht schluckt, und zwar ungleichmäßig. Rot verschwindet schon nach wenigen Dezimetern, Blau kommt am weitesten. Deshalb wirkt jede Unterwasserbeleuchtung kühler, als sie an Land aussieht, und deshalb bringt trübes Wasser jede Leuchte um ihre Reichweite. Sauberes Wasser ist die wirksamste Verstärkung.Kann man die Leuchte im Winter im Becken lassen?
Nein. Beide gehören vor dem ersten Frost heraus, gereinigt und trocken gelagert. Bei der batteriebetriebenen kommen die Zellen zusätzlich raus, weil sie im Lager auslaufen können und das Gehäuse dann unbrauchbar ist. Bei der Netzausführung muss vor allem das Kabel spannungsfrei und trocken liegen.Wie viel Strom verbraucht so eine Leuchte?
Eine Größenordnung von einem bis zehn Watt, je nach Bauform. Selbst bei täglich vier Stunden über eine ganze Saison bleibt das unter zehn Kilowattstunden und damit weit unter allem, was Pumpe oder Heizung ziehen. Beim Poollicht lohnt sich das Rechnen nicht, beim Rest der Technik schon.Die Entscheidung in einem Satz
Steinbach LED Poollicht 060050 für Stahlwand- und Aufstellbecken mit Magnetbefestigung
Wer das Licht regelmäßig anschaltet und eine Steckdose in Reichweite hat, nimmt die 060050, weil rund 20 Batteriesätze über eine Saison jeden Bequemlichkeitsvorteil aufzehren und weil IPX8, der bezifferte Magnethalt und die Freigabe bis 0,80 Millimeter Wandstärke die Leuchte für den festen Platz auslegen. Wer keine Steckdose am Becken hat, die Leuchte gelegentlich umstellen möchte oder vom Liegestuhl aus schalten will, ist mit der 060060 besser bedient, die mit 13 LEDs, zwei Helligkeitsstufen und Fernbedienung ohne jedes Kabel auskommt.


