BWT BC02 oder Intex ZR100: Welcher Akku-Poolsauger passt zum Becken?

Zwei kabellose Handsauger, die dasselbe Problem lösen sollen: Der Sand liegt in der Mulde, das Laub in der Ecke, und die Filteranlage bekommt beides nicht in Bewegung. Beide sind Akkugeräte an einer Stange, beide kosten keinen Nachmittag Aufbau. Der Unterschied liegt in der Ausdauer und darin, wie kräftig sie diese Ausdauer einsetzen.
Wer die Klasse insgesamt sucht, findet den Überblick bei den Bodensaugern. Hier stehen die Datenblätter der beiden nebeneinander.
- Intex ZR100, wenn ein großes Aufstellbecken in einem Durchgang sauber werden soll50 statt 30 Minuten Laufzeit, 0,8 statt 0,42 Liter Schmutzkammer, 250-Mikron-Filter und eine 2,39 Meter lange Teleskopstange
- BWT BC02, wenn es um kleine Becken und Whirlpools gehtkräftigerer Antrieb je Minute, tauschbarer Lithium-Ionen-Akku, 0,85 Kilogramm Gewicht und zwei Jahre Garantie
- BeideAkkubetrieb ohne Kabel, Bürstenaufsätze im Lieferumfang, Ladezeit rund fünf bis sechs Stunden für eine Ladung
Die zwei Kandidaten
BWT BC02
Kompakt, kräftig, für kleine Becken
Intex ZR100
Lange Stange, lange Laufzeit
Die Daten nebeneinander
| Merkmal | BWT BC02 | Intex ZR100 |
|---|---|---|
| Einsatzbereich | Becken bis 10 m³ | Becken und Spas bis 5,49 m |
| Laufzeit je Ladung | 30 Minuten | 50 Minuten |
| Ladezeit | 4,5 bis 6 Stunden | 5 bis 6 Stunden |
| Akku | Lithium-Ionen, 3,7 V, 2.000 mAh, tauschbar | Nickel-Metallhydrid, 4 V, 2 Ah |
| Schmutzkammer | 0,42 l | 0,8 l |
| Filterfeinheit | engmaschiger Einsatz, keine Zahl | 250 Mikron |
| Absaugleistung | keine Angabe | 45 l/min |
| Gewicht | 0,85 kg | keine Angabe |
| Länge des Geräts | 43,5 cm | 37,3 cm |
| Stange im Lieferumfang | zweiteilig, 92 cm | Aluminium-Teleskop, 2,39 m |
| Maximale Arbeitstiefe | 2 m | keine Angabe |
| Aufsätze | Dreiecksbürste und Flachbürste | zwei austauschbare Saugköpfe |
| Abschaltung außer Wasser | keine Angabe | automatisch |
| Schutzart Schalter | keine Angabe | IPX8 |
| Garantie | 2 Jahre | keine Angabe |
| Modell | BC02 | 28626 / ZR100 |
Werte für das eine Gerät nach dem Datenblatt von BWT, für das andere nach den Angaben von Intex. Zur Beckengröße gibt es beim ersten Gerät zwei kursierende Angaben, einmal zehn Kubikmeter Beckeninhalt und einmal 3,70 Meter Durchmesser. Beides beschreibt dieselbe Größenordnung, weshalb hier der Volumenwert steht. Die Absaugleistung nennt nur einer der beiden Hersteller, die Filterfeinheit ebenfalls. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.
Was aus den Zahlen folgt
Warum die längere Laufzeit nicht das ganze Bild ist
Die Rechnung mit der Antriebsleistung
2.000 Milliamperestunden bei 3,7 Volt sind 7,4 Wattstunden. Auf 30 Minuten Laufzeit verteilt sind das rund 15 Watt mittlere Leistung.
2 Amperestunden bei 4 Volt sind 8 Wattstunden. Auf 50 Minuten verteilt sind das rund 10 Watt.
Der kompaktere Sauger setzt seine Energie also rund anderthalbmal so schnell um. Er zieht kräftiger, ist dafür früher leer, während der andere länger, aber sanfter arbeitet.
Praktisch heißt das: Bei feinem Sand, der in der Folie liegt, hilft die höhere Leistung. Bei Laub auf einer großen Fläche hilft die Laufzeit.
Was ein Handsauger am Wasservolumen ausrichtet
Die Rechnung mit dem Durchsatz
45 Liter je Minute über 50 Minuten sind rund 2.250 Liter, die durch den Filter gehen.
Ein Rundbecken mit 5,49 Metern Durchmesser fasst rund 23.000 Liter. Eine volle Akkuladung bewegt also weniger als ein Zehntel des Beckeninhalts.
Das ist kein Mangel, sondern der Punkt: Ein Handsauger soll den Schmutz vom Boden holen, nicht das Wasser aufbereiten. Dafür ist die Filteranlage zuständig, die dieselbe Menge in einer halben Stunde umwälzt.
Praktisch heißt das: Wer das Wasser trüb findet, sollte nicht saugen, sondern flocken und filtern. Der Sauger löst nur das, was liegen bleibt.
Wie oft man vor dem Saugen ans Laden denken muss
Die Rechnung mit dem Ladeverhältnis
30 Minuten Arbeit nach rund 5,25 Stunden Ladezeit sind rund zehneinhalb Stunden Laden je Stunde Arbeit. 50 Minuten nach rund 5,5 Stunden sind rund sechseinhalb.
Beide Geräte sind damit Ein-Ladung-Werkzeuge: Was in einem Durchgang nicht sauber wird, wird am nächsten Tag sauber.
Der Unterschied im Akkutyp verschärft das beim einen Gerät. Nickel-Metallhydrid entlädt sich im Lager deutlich schneller als Lithium-Ionen, weshalb der Akku vor dem Saisonstart in jedem Fall an die Steckdose muss, auch wenn er im Herbst voll war.
Praktisch heißt das: Der Sauger gehört am Abend vor dem Einsatz ans Kabel, nicht am Morgen. Und der tauschbare Lithium-Ionen-Akku ist auf mehrere Saisons gesehen der ruhigere Weg.
Wofür welches Gerät reicht
Wer nicht selbst durchs Becken laufen will, ist bei den Poolrobotern besser aufgehoben, die dieselbe Arbeit ohne Aufsicht erledigen. Wer dagegen Kescher, Bürste und Stange ohnehin braucht, findet die passenden Teile beim Reinigungsset für den Pool.
Wo jedes von beiden gewinnt
Für den BC02 spricht
- Rund anderthalbmal so viel Antriebsleistung
- Tauschbarer Lithium-Ionen-Akku
- 0,85 Kilogramm Gewicht
- Arbeitstiefe bis zwei Meter angegeben
- Zwei Jahre Herstellergarantie
Für den ZR100 spricht
- 50 statt 30 Minuten Laufzeit
- 0,8 statt 0,42 Liter Schmutzkammer
- Teleskopstange mit 2,39 Metern
- Filterfeinheit und Durchsatz sind beziffert
- Abschaltautomatik und IPX8-Schalter
Ein Punkt betrifft beide gleichermaßen: Ein Handsauger arbeitet nur so gut, wie ruhig das Wasser ist. Wer die Filterpumpe während des Saugens laufen lässt, wirbelt den gelösten Schmutz mit dem Rücklauf wieder auf. Üblich ist, die Anlage vorher abzuschalten, eine halbe Stunde zu warten und erst dann zu saugen. Der Skimmer nimmt anschließend auf, was doch noch schwimmt.




