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Ondilo ICO Pool V2 oder Zodiac Blue Connect Gold: welcher Wassertester passt

Zwei schwimmende Messgeräte, die dasselbe Versprechen machen: nie wieder Teststreifen gegen eine Farbtabelle halten. Beide messen rund um die Uhr, beide schicken das Ergebnis auf das Telefon, beide kommen aus dem professionellen Poolbau. Der Unterschied steckt darin, was sie messen und wie oft man an sie denken muss.

Wer die Klasse insgesamt sucht, findet den Überblick bei den Wassertestgeräten. Hier stehen die Datenblätter der beiden nebeneinander.

Die Kurzantwort
Die Messdichte ist bei beiden gleich, die Zahl der Messwerte und die Montageart sind es nicht.
  • Ondilo ICO Pool V2 Essential+, wenn drei Werte reichenpH, Redox und Temperatur, IP68, Kalibrierset im Karton und Laden nur alle sechs Monate
  • Zodiac Blue Connect Gold, wenn die Leitfähigkeit dazu sollvier Werte statt drei, Sigfox als dritter Funkweg und Einbau in die Rohrleitung möglich
  • Beiderund 24 Messungen am Tag, tauschbare Sonde, wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku, Auswertung nur über die App

Die zwei Kandidaten

Ondilo ICO Pool V2

Drei Werte, IP68, aus Frankreich

Der Robuste
Ondilo ICO Pool V2 Essential+ Chlor-Brom WasseranalysegerätStündliche Messung von pH, Redox und Wassertemperatur, IP68, Gehäuse aus UV- und chemikalienbeständigem ABS, Kalibrierset liegt bei.

Zodiac Blue Connect Gold

Vier Werte, drei Funkwege

Der Vielseitige
Zodiac Blue Connect Gold intelligenter Pool-WasseranalysatorpH, Redox, Leitfähigkeit und Temperatur, Bluetooth, WLAN und Sigfox, USB-C, wahlweise schwimmend oder in der Rohrleitung.

Die Daten nebeneinander

MerkmalOndilo ICO Pool V2Zodiac Blue Connect Gold
Gemessene WertepH, Redox, TemperaturpH, Redox, Leitfähigkeit, Temperatur
Messungen je Tag24, stündlichbis zu 24
pH-Genauigkeitkeine Angabeplus minus 0,1
FunkverbindungWLAN 2,4 GHz, Bluetooth LEBluetooth LE, WLAN, Sigfox
AkkuLithium-Ionen, laden alle 6 Monate3,6 V, 3.200 mAh, 1 bis 3 Ladungen je Saison
LadeanschlussUSBUSB-C
SchutzartIP68IPX8
Abmessungen15 x 11 x 6 cmkeine Angabe
Gewicht0,7 kgkeine Angabe
Sonde tauschbarja, alle Sensorenja
Sondenlebensdauerkeine Angaberund 2 Jahre
KalibrierungSet im Lieferumfang, zweimal im JahrAufbewahrungskappe mit KCl-Lösung
Montageschwimmendschwimmend oder Rohrleitung
Salzwassernur mit der Salz-Ausführungja
GehäuseABS, UV- und chemikalienbeständigkeine Angabe
Garantie2 Jahre, Akku und Sensoren 1 Jahrkeine Angabe
ModellICOPOOL02PLUSWA000100

Werte für das eine Gerät nach dem Datenblatt von Ondilo. Für das andere führt die Herstellerseite auf eine Startseite weiter, deshalb stammen Schutzart, Akku, Sondenlebensdauer und Montageart aus dem Datenblatt eines Fachhändlers. Abmessungen und Gewicht nennt dieses Blatt nicht, deshalb steht dort keine Angabe. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Eine fehlende Angabe zählt nicht als Nachteil.

Was aus den Zahlen folgt

Was 24 Messungen am Tag gegenüber dem Teststreifen bedeuten

Die Rechnung mit der Messdichte

Eine Badesaison von Mai bis September sind rund 150 Tage. Bei stündlicher Messung sammelt jedes der beiden Geräte in dieser Zeit rund 3.600 Werte.

Wer stattdessen einmal in der Woche einen Streifen eintaucht, kommt in derselben Zeit auf etwa 21 Werte.

Das ist der Faktor 170, und er wirkt vor allem an den Tagen, an denen etwas kippt: Ein pH-Anstieg nach einem Gewitter steht im stündlichen Verlauf nach zwei Stunden, im Wochenrhythmus frühestens am nächsten Sonntag.

Praktisch heißt das: Der Nutzen dieser Geräte liegt nicht in der Genauigkeit der einzelnen Messung, sondern darin, dass überhaupt gemessen wird, wenn niemand daran denkt.

Warum der Akku bei beiden kein Thema ist

Die Rechnung mit der Energiebilanz

3.200 Milliamperestunden bei 3,6 Volt sind rund 11,5 Wattstunden. Verteilt auf eine Saison von 150 Tagen mit einer einzigen Ladung sind das rund 3 Milliwatt Dauerleistung.

Auf die einzelne Messung heruntergerechnet bleiben rund 3 Milliwattstunden, also etwa so viel, wie eine Leuchtdiode in zehn Sekunden verbraucht.

Das andere Gerät nennt keine Kapazität, aber mit einer Ladung alle sechs Monate liegt es in derselben Größenordnung.

Praktisch heißt das: Beide muss man ein bis zwei Mal im Jahr aus dem Wasser holen und ans Kabel hängen. Der Unterschied liegt nur im Stecker, USB gegen USB-C.

Wann die Sonde fällig wird

Die Rechnung mit dem Sondenverschleiß

Rund zwei Jahre Sondenlebensdauer bedeuten bei stündlicher Messung etwa 7.200 Messungen je Saison, also rund 14.000 über die Standzeit.

Entscheidend ist trotzdem die Kalenderzeit und nicht die Zahl der Messungen. Eine pH-Elektrode altert auch im Winterlager, weil das Diaphragma austrocknet, sobald es nicht mehr feucht gehalten wird.

Genau dafür gibt es bei dem einen Gerät die Aufbewahrungskappe mit Kaliumchloridlösung, bei dem anderen das Kalibrierset mit vier Pufferlösungen.

Praktisch heißt das: Die Sonde ist ungefähr jede zweite Saison fällig, unabhängig davon, wie viel gebadet wurde. Wer sie über den Winter trocken in die Garage legt, halbiert diese Zeit.

Vier Werte statt drei
Zodiac Blue Connect Gold intelligenter Pool-WasseranalysatorMisst pH, Redox, Leitfähigkeit und Temperatur, verbindet sich über Bluetooth, WLAN oder Sigfox und lässt sich wahlweise schwimmend betreiben oder mit einer Manschette in die Rohrleitung setzen.

Wofür welches Gerät reicht

Nach Einsatz entschieden
Becken mit Salzelektrolyse
Die Leitfähigkeit als vierter Wert zeigt den Salzgehalt, ohne dass eine Sonderausführung nötig wäre.
Klassisch mit Chlor behandelt
pH, Redox und Temperatur decken diesen Fall vollständig ab, alles Weitere wäre ungenutzt.
Kein WLAN am Becken
Sigfox als dritter Funkweg überbrückt die Strecke, wenn Bluetooth zu kurz und WLAN nicht da ist.
Gerät soll im Wasser bleiben
IP68 statt IPX8 und ein Gehäuse aus UV- und chemikalienbeständigem ABS.
Einbau in die Technik geplant
Lässt sich mit einer Manschette in die Rohrleitung setzen statt frei zu schwimmen.
Kalibrierung soll gleich möglich sein
Vier Pufferlösungen und die Halterung liegen dem Gerät bei.

Wer die Messwerte nicht nur lesen, sondern auch etwas damit anstellen will, braucht dazu Technik, die dosiert: entweder eine Dosierpumpe für pH-Senker und Chlor oder gleich eine Poolsteuerung, die Pumpe und Dosierung gemeinsam schaltet.

Wo jedes von beiden gewinnt

Für das ICO Pool V2 spricht

  • IP68 statt IPX8
  • Kalibrierset mit vier Pufferlösungen im Karton
  • Laden nur alle sechs Monate
  • Abmessungen und Gewicht sind bekannt
  • Zwei Jahre Garantie auf das Gerät

Für das Blue Connect Gold spricht

  • Vier Messwerte statt drei
  • Sigfox neben WLAN und Bluetooth
  • Salzwasser ohne Sonderausführung
  • Einbau in die Rohrleitung möglich
  • USB-C statt älterem USB

Ein Punkt, der bei beiden gleich unangenehm ist: Ohne die App des Herstellers gibt es keine Anzeige. Auf dem Gerät selbst steht kein Wert, es gibt kein Display und keine Schnittstelle, an der sich ein anderes System bedienen könnte. Wer das nicht will, ist mit einem Handmessgerät besser bedient, das den Wert direkt anzeigt.

Wenn keines von beiden passt

Drei Wege daneben
Der Salz-Zwilling
Ondilo ICO Pool V2 Essential+ Salz - Elektronischer Wasseranalysator für Salzpools - Misst alle Stunden pH, ORP, TDS und Wassertemperatur - Kalibrierset inklusive
Wenn es die Salzausführung sein sollOndilo ICO Pool V2 Essential+ Salz elektronischer WasseranalysatorDasselbe Gerät mit zusätzlicher TDS-Sonde, damit der Salzgehalt mitgemessen wird statt nur pH, Redox und Temperatur.
Zodiac Blue Connect Silver. Intelligenter Pool-Wasseranalysator
Wenn drei Werte in dieser Reihe reichenZodiac Blue Connect Silver intelligenter Pool-WasseranalysatorDie kleinere Ausführung derselben Baureihe, gleiche Bauform und gleiche App, aber mit dem kleineren Sensorumfang.
SCUBA 3s elektronischer Pooltester + Refill Pack - NFC-Datenübertragung App-Anbindung Lichtsignal-Anzeige - Misst 11 Wasserparameter - inkl. 60 Photometer-Tabletten - Made in Germany
Wenn der Wert direkt am Gerät stehen sollSCUBA 3s elektronischer Pooltester mit NFC-Datenübertragung und Refill PackEin Handmessgerät mit Tabletten statt eines Dauerschwimmers, es zeigt das Ergebnis auf dem eigenen Display und überträgt es bei Bedarf per NFC.

Häufige Fragen zu schwimmenden Wassertestern

Ersetzen diese Geräte den Teststreifen vollständig?

Für pH und Redox ja, für alles andere nicht. Gebundenes Chlor, Cyanursäure, Calciumhärte und Alkalität misst keines von beiden. Diese Werte muss man weiterhin zwei- bis dreimal in der Saison von Hand prüfen, entweder mit Tabletten oder im Fachhandel.

Was sagt der Redoxwert eigentlich aus?

Nicht wie viel Chlor im Wasser ist, sondern wie stark das Wasser desinfizierend wirkt. Das ist die praktisch nützlichere Angabe, hängt aber stark am pH-Wert: Bei steigendem pH sinkt der Redoxwert, obwohl die Chlormenge gleich bleibt. Deshalb messen beide Geräte immer beides zusammen.

Funktioniert das auch bei Salzelektrolyse?

Ja, aber nur mit der passenden Ausführung. Das eine Gerät misst die Leitfähigkeit von Haus aus, das andere braucht dafür die Salzvariante mit TDS-Sonde. Ohne diesen Wert merkt man nicht, wenn der Salzgehalt nach dem Rückspülen unter die Schwelle rutscht und die Salzelektrolyse deshalb weniger produziert.

Muss das Gerät im Winter aus dem Wasser?

Ja. Beide vertragen Frost nicht, und die Sonde darf nicht trocken lagern. Üblich ist, das Gerät im Herbst herauszunehmen, die Sonde zu spülen, die Schutzkappe mit Aufbewahrungslösung aufzusetzen und alles frostfrei zu lagern. Das eine Gerät verlangt unter fünf Grad ausdrücklich eine Winterschaltung.

Wie zuverlässig ist ein schwimmender Sensor gegenüber einer festen Sonde?

Er misst dort, wo er gerade treibt, und das ist nicht zwangsläufig repräsentativ für das ganze Becken. Direkt an der Einströmdüse steht mehr frisches Chlor als in der Ecke hinter der Leiter. Wer das ausschließen will, setzt den Sensor in die Rohrleitung, wo das gesamte Umwälzwasser vorbeikommt. Das kann von den beiden nur eines.

Die Entscheidung in einem Satz

Fazit
8,4/10Der Vielseitigere

Zodiac Blue Connect Gold intelligenter Pool-Wasseranalysator

Wer ein Becken mit Salzelektrolyse betreibt, kein WLAN in Reichweite des Wassers hat oder den Sensor später in die Technik einbauen möchte, nimmt das Blue Connect Gold, weil die Leitfähigkeit als vierter Wert, der Sigfox-Funkweg und die Rohrleitungsmontage genau diese drei Fälle abdecken. Wer klassisch mit Chlor behandelt, das Gerät dauerhaft im Wasser lassen will und ein Kalibrierset im Karton erwartet, ist mit dem ICO Pool V2 besser bedient, das dafür IP68 statt IPX8, bekannte Abmessungen und zwei Jahre Garantie mitbringt.
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