Steinbach Poolrunner ONE RXB 150 im Test
Der Steinbach Poolrunner ONE RXB 150 ist ein akkubetriebener Poolroboter für die Bodenreinigung. Er ist für Beckengrößen bis 15 Quadratmeter Bodenfläche ausgelegt, filtert über 180 Mikrometer und läuft laut Hersteller 110 Minuten mit einer Akkuladung. Damit richtet sich das Gerät vor allem an Besitzer kleinerer und mittlerer Aufstellbecken, die den Boden regelmäßig ohne Handarbeit sauber halten wollen, ohne dabei ein Kabel über den Beckenrand ziehen zu müssen. Wer bislang den Bodensauger von Hand über das Becken gezogen hat, bekommt mit diesem Gerät eine automatisierte Alternative für genau diesen Arbeitsschritt.
Die aufschlussreichste Angabe ist die Kombination aus Reinigungsbreite und Geschwindigkeit: 113 Millimeter Arbeitsbreite bei 12 Metern pro Minute bestimmen, wie lange der Roboter für einen vollständigen Durchgang durch das Becken braucht. Wir haben uns angesehen, was das für die Praxis bedeutet.
Akkubetriebene Poolroboter unterscheiden sich von kabelgebundenen Modellen vor allem in der Handhabung: Es gibt kein Kabel, das sich um Leitern oder Ecken wickeln kann, dafür begrenzt die Akkulaufzeit die maximale Reinigungsfläche pro Ladung. Für kleinere und mittlere Becken ist das meist kein Nachteil, bei größeren Böden wird die Laufzeit dagegen zum limitierenden Faktor. Wer regelmäßig reinigt, statt lange Verschmutzungsphasen zuzulassen, kommt in der Regel mit einer Akkuladung pro Durchgang aus, selbst bei Becken nahe der genannten 15-Quadratmeter-Grenze.
Die Daten im Überblick
| Modell | Steinbach Poolrunner ONE RXB 150 |
|---|---|
| Reinigungsbereich | Bodenreinigung |
| Empfohlene Poolgröße (Bodenfläche) | 15 m² |
| Filterfeinheit | 180 μm |
| Salzwasser tauglich | ja |
| Breite Reinigungselement | 113 mm |
| Geschwindigkeit | 12 m/min |
| Tauchtiefe | 2 m |
| Akkukapazität | 5.200 mAh |
| Akkulaufzeit | 110 min |
| Akkuladezeit | 5 h |
Werte nach den Angaben von Steinbach International.
Die elf Datenpunkte lassen sich in drei Gruppen sortieren: Werte zur Reinigungsleistung (Reinigungsbreite, Geschwindigkeit, Filterfeinheit), Werte zur Einsatzgrenze (Poolgröße, Tauchtiefe, Salzwassertauglichkeit) und Werte zum Akkubetrieb (Kapazität, Laufzeit, Ladezeit). Wer vor dem Kauf abschätzen will, ob das eigene Becken passt, sollte vor allem die zweite Gruppe mit den eigenen Beckendaten abgleichen, bevor die übrigen Werte für die Kaufentscheidung eine Rolle spielen.
113 mm bei 12 m/min: was Reinigungsbreite und Tempo praktisch bedeuten
Die Breite des Reinigungselements bestimmt, wie viele Bahnen der Roboter für eine vollständige Bodenfläche braucht. Bei 113 Millimetern Arbeitsbreite und 12 Metern pro Minute Vorschub lässt sich grob abschätzen, wie lange ein Durchgang dauert: Je breiter die Bahn, desto weniger Überfahrten sind nötig, je schneller das Tempo, desto kürzer die Zeit pro Bahn. Beide Werte zusammen erklären, warum der Hersteller die Poolgröße auf 15 Quadratmeter begrenzt: Bei größeren Böden reicht die Akkulaufzeit von 110 Minuten für einen vollständigen Durchgang womöglich nicht mehr aus.
Wer wissen will, wie sich dieser Wert im Vergleich zu Modellen mit Netzkabel oder größerer Reichweite schlägt, findet eine Einordnung im Poolroboter-Test.
180 Mikrometer Filterfeinheit: was der Wert über die Wasserqualität aussagt
Die Filterfeinheit gibt an, ab welcher Partikelgröße Schmutz im Filter hängen bleibt. 180 Mikrometer ist ein feines Sieb, das über reinen Blattfang und Grobschmutz hinausgeht und auch feineren Sand oder Ablagerungen aufnimmt. Für sichtbar klares Wasser ist das relevant, weil grobe Filter feine Trübstoffe passieren lassen, die sich dann erst über die Sandfilteranlage der Poolanlage absetzen. Ein feiner Filter arbeitet dabei ergänzend zur Sandfilteranlage, ersetzt sie aber nicht: Die Poolanlage filtert das gesamte umgewälzte Wasser kontinuierlich, während der Poolrunner ONE gezielt Ablagerungen direkt vom Beckenboden aufnimmt, bevor sie sich verfestigen können.
2 Meter Tauchtiefe und Salzwassertauglichkeit
Die maximale Tauchtiefe von 2 Metern deckt die meisten Aufstell- und Einbaubecken im Privatbereich ab, wird bei tieferen Becken aber zur Grenze. Die Salzwassertauglichkeit bedeutet, dass Gehäuse und Elektronik gegen die korrosive Wirkung von Salzwasser ausgelegt sind, was bei Pools mit Salzelektrolyseanlage vorausgesetzt werden sollte, bevor ein Roboter überhaupt infrage kommt.
Akku, Ladung und Reinigungsroutine
Mit 5.200 mAh Akkukapazität und 110 Minuten Laufzeit ist der Poolrunner ONE für einen vollständigen Reinigungsdurchgang eines kleineren Beckens ausgelegt, nicht für einen Dauerbetrieb über mehrere Stunden. Die Ladezeit von 5 Stunden bedeutet, dass zwischen zwei Einsätzen eine spürbare Pause liegt, die sich am einfachsten in die tägliche Routine einbauen lässt, wenn der Roboter regelmäßig zur gleichen Zeit geladen wird, etwa über Nacht oder tagsüber, wenn das Becken ohnehin nicht genutzt wird.
Warum die Reinigungsbreite die Beckenform mitentscheidet
Bei rechteckigen Becken mit klaren Bahnen lässt sich die Arbeitsbreite von 113 Millimetern effizient nutzen, weil der Roboter in geraden Linien fahren kann. Bei runden oder unregelmäßig geformten Becken entstehen dagegen mehr Überschneidungen und ungenutzte Randbereiche, was die effektive Reinigungsleistung pro Akkuladung senkt, ohne dass sich das in den Herstellerangaben direkt niederschlägt.
Pflege und Handhabung im Alltag
Nach jedem Einsatz sollte der Filter des Poolrunner ONE geleert und kurz durchgespült werden, damit die 180-Mikrometer-Feinheit nicht durch angesammelten Schmutz zusetzt und die Saugleistung im nächsten Durchgang erhalten bleibt. Ein zugesetzter Filter arbeitet spürbar langsamer, weil das Wasser schwerer hindurchströmt, was die effektive Reinigungszeit pro Akkuladung zusätzlich verkürzt. Wer den Filter erst nach mehreren Einsätzen reinigt, riskiert deshalb nicht nur schlechtere Ergebnisse, sondern auch eine kürzere nutzbare Laufzeit pro Ladung, weil der Motor gegen den zunehmenden Widerstand im Filter arbeiten muss.
Lagerung außerhalb der Badesaison
Wie die meisten akkubetriebenen Geräte sollte der Poolrunner ONE außerhalb der Saison trocken und frostfrei gelagert werden. Ein dauerhaft leerer oder dauerhaft voll geladener Akku verkürzt bei den meisten Lithium-Akkus die Lebensdauer, weshalb eine Zwischenladung vor der Einlagerung und eine erneute Prüfung zu Saisonbeginn sinnvoll sind. Auch das Reinigungselement und die Antriebsräder sollten vor der Einlagerung von Rückständen befreit werden, damit sie beim erneuten Einsatz im nächsten Jahr nicht festsitzen oder unnötig verschleißen.
Wo er an Grenzen kommt
Dafür
- Kabelloser Betrieb über Akku statt Netzkabel
- 180-Mikrometer-Ultrafeinfilter
- Salzwassertauglich
- Kompakt und leicht zu handhaben
- 110 Minuten Laufzeit reichen für einen vollständigen Durchgang
Dagegen
- Nur für Bodenreinigung ausgelegt, keine Wand oder Wasserlinie
- Empfohlene Poolgröße auf 15 Quadratmeter Bodenfläche begrenzt
- Akkulaufzeit von 110 Minuten kann bei größeren Böden knapp werden
- Tauchtiefe auf 2 Meter begrenzt
- Ladezeit von 5 Stunden bedeutet Pause zwischen zwei Einsätzen
Wer Wand und Wasserlinie mitreinigen lassen will, muss zu einem Modell greifen, das explizit dafür gebaut ist. Der Poolrunner ONE RXB 150 konzentriert sich auf den Boden, dort dafür mit feinem Filter und ordentlichem Tempo. Wer regelmäßig auch die Wasserlinie von Kalk- und Fetträndern befreien muss, sollte das weiterhin von Hand oder mit einem zusätzlichen Gerät erledigen, da der Poolrunner ONE diesen Bereich konstruktionsbedingt nicht erreicht. Auch bei sehr großen Bodenflächen oder tiefen Becken ist absehbar, dass ein Durchgang nicht in einer einzigen Akkuladung zu schaffen ist, sodass zwischendurch nachgeladen werden muss.
Passt er zu deinem Pool?
Ja, wenn
- die Bodenfläche bis 15 Quadratmeter groß ist
- vor allem der Boden regelmäßig gereinigt werden soll
- ein kabelloses Gerät ohne Netzanschluss am Beckenrand gewünscht ist
- der Pool mit Salzwasser betrieben wird
Nein, wenn
- die Bodenfläche deutlich über 15 Quadratmeter liegt
- Wand und Wasserlinie ebenfalls automatisch gereinigt werden sollen
- das Becken tiefer als 2 Meter ist
- ein durchgängiger Betrieb ohne Ladepausen nötig ist
Für ein kleineres bis mittleres Aufstellbecken mit reiner Bodenreinigung ist der Poolrunner ONE eine passende Wahl. Bei größeren Becken oder dem Wunsch nach Wandreinigung lohnt der Blick auf ein Modell mit mehr Reichweite. Wer sich unsicher ist, sollte vor der Entscheidung die eigene Bodenfläche möglichst genau ausmessen und sie mit den 15 Quadratmetern aus der Herstellerangabe vergleichen, statt sich auf eine grobe Schätzung nach Augenmaß zu verlassen.
Welche Verschmutzung der Roboter aufnehmen kann
Der Poolrunner ONE ist auf die typische Bodenverschmutzung eines Privatbeckens ausgelegt: feiner Sand, Staub, Pollen und kleinere Blattreste, die sich am Beckenboden absetzen. Größere Fremdkörper wie Äste oder größere Blätter werden am besten vorher mit einem Kescher entfernt, bevor der Roboter zum Einsatz kommt, damit sich am Reinigungselement nichts verkeilt und die Filterfeinheit von 180 Mikrometern für das entfaltet, wofür sie gedacht ist: feine, im Wasser schwebende oder auf dem Boden liegende Partikel.
Wie oft ein Einsatz sinnvoll ist
Der Hersteller macht keine Angabe zu einer empfohlenen Reinigungshäufigkeit. In der Praxis richtet sich das nach der Nutzung des Beckens und der Umgebung: Ein Pool unter Bäumen oder bei windigem Wetter setzt sich schneller mit Staub und Pollen zu als ein geschütztes Becken. Wer den Boden regelmäßig, etwa alle paar Tage, kurz durchlaufen lässt, verhindert, dass sich Ablagerungen erst festsetzen, bevor der Roboter überhaupt zum Einsatz kommt. Bei stark genutzten Becken mit vielen Badegästen kann auch ein kürzerer Rhythmus sinnvoll sein, weil mehr Nutzung in der Regel auch mehr eingetragenen Schmutz bedeutet, etwa durch Hautpartikel, Sonnencreme-Reste oder mitgebrachten Sand.
Worauf es bei akkubetriebenen Poolrobotern generell ankommt
Bei der Auswahl eines Poolroboters lohnt sich der Blick auf drei Werte im Zusammenspiel: die Reinigungsfläche, für die das Gerät freigegeben ist, die Akkulaufzeit und die Filterfeinheit. Eine große freigegebene Fläche nützt wenig, wenn die Akkulaufzeit für einen vollständigen Durchgang nicht ausreicht, und eine feine Filterung sorgt zwar für klares Wasser, verlängert aber tendenziell die nötige Reinigungszeit, weil mehr Widerstand beim Durchströmen des Filters entsteht. Wer diese drei Werte gegeneinander abwägt, statt nur auf einen einzelnen davon zu schauen, trifft die verlässlichere Kaufentscheidung, weil sich Stärken in einem Bereich nicht automatisch auf die anderen übertragen.
Warum die Herstellerangabe zur Poolgröße eine Richtgröße ist
Die vom Hersteller genannten 15 Quadratmeter Bodenfläche sind unter typischen Bedingungen zu verstehen, etwa bei einer überwiegend rechteckigen Beckenform ohne viele Hindernisse wie Stufen oder Einbauten. Ein stark gegliedertes Becken mit Ecken, Nischen oder Treppen kann die effektiv nutzbare Reinigungsfläche pro Akkuladung senken, auch wenn die reine Bodenfläche innerhalb der Herstellerangabe liegt. Wer sich unsicher ist, ob das eigene Becken eher zu den einfachen oder zu den stark gegliederten Formen zählt, kann bei der Kaufentscheidung eine kleine Sicherheitsmarge einplanen und ein Becken nahe der oberen Herstellergrenze eher kritisch betrachten.
Akkubetrieb im Vergleich zu kabelgebundenen Poolrobotern
Kabelgebundene Poolroboter beziehen ihren Strom dauerhaft über ein Netzkabel und sind dadurch nicht auf eine begrenzte Akkulaufzeit angewiesen, was bei größeren Becken ein klarer Vorteil ist. Im Gegenzug muss das Kabel bei jedem Einsatz ausgelegt und nach der Reinigung wieder aufgerollt werden, und es kann sich an Leitern, Ecken oder Einbauten verhaken. Ein Akkugerät wie der Poolrunner ONE lässt sich dagegen einfach ins Wasser setzen und nach dem Durchgang wieder herausnehmen, ohne dass ein Kabel mitgeführt werden muss.
Wann sich der Verzicht auf ein Kabel besonders lohnt
Für kleinere und mittlere Becken, bei denen die Akkulaufzeit für einen vollständigen Reinigungsdurchgang ausreicht, überwiegt der Komfortgewinn eines kabellosen Geräts meist deutlich. Bei größeren Becken oder bei täglichem Einsatz über längere Zeiträume kann sich dagegen ein kabelgebundenes Modell eher lohnen, weil die Ladezeit von 5 Stunden zwischen zwei Einsätzen dort schneller zum limitierenden Faktor wird. Wer den Roboter dagegen nur alle paar Tage kurz einsetzt, gleicht die Ladezeit meist ohnehin im normalen Alltag aus, ohne dass sie als Einschränkung spürbar wird.
Drei Alternativen, die sich lohnen zu vergleichen
Wenn auch Wand und Wasserlinie sauber werden sollen: BOTLUXE PC10
Ein Poolroboter für Boden, Wand und Wasserlinie mit deutlich höherer Powerreinigerleistung. Für alle, die mehr als nur den Boden automatisiert reinigen wollen und dafür bereit sind, zu einem größeren, leistungsstärkeren Gerät zu greifen.
Wenn eine einfachere Ausstattung reicht: Steinbach Poolrunner Battery Basic 2.0
Die einfachere Ausstattungsvariante als kabelloser Bodensauger. Für alle, die einen Einstieg in die automatische Bodenreinigung suchen und dabei auf den feineren Filter und das höhere Tempo des ONE verzichten können.
Wenn eine andere Marke infrage kommt: AIPER Scuba SE
Ein kabelloser Poolroboter mit 90 Minuten Reinigungszeit aus einer anderen Produktfamilie. Für alle, die vor dem Kauf verschiedene Marken gegenüberstellen wollen, bevor sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden.

