Steinbach Poolrunner ONE RXB 150 oder Aiper Scuba SE: Welcher Akku-Poolroboter?

Zwei kabellose Poolroboter für den flachen Beckenboden, beide mit Akku statt Schlauch, beide mit derselben Filterfeinheit von 180 Mikrometern. Der eine nennt 15 Quadratmeter Bodenfläche, der andere 80. Das ist mehr als das Fünffache bei kaum unterschiedlicher Laufzeit, und genau daran hängt die Kaufentscheidung.
Wie sich der Steinbach allein schlägt, steht im Einzeltest des Poolrunner ONE RXB 150. Hier stehen die Datenblätter der beiden nebeneinander.
- Steinbach Poolrunner ONE RXB 150, wenn das Becken klein ist und wirklich sauber werden soll110 Minuten Laufzeit auf 15 m², das sind rund zehn Überfahrten je Reinigung
- Aiper Scuba SE, wenn eine große Bodenfläche einmal überfahren werden soll80 m² Nennfläche, 3 Meter Tauchtiefe, zwei Bodenbürsten und Selbstparken am Rand
- Beide180 μm Filter, IPX8, nur für flache Böden ohne Gefälle
Die zwei Kandidaten
Steinbach Poolrunner ONE RXB 150
15 m², 110 Minuten, 5.200 mAh
Aiper Scuba SE
80 m², 90 Minuten, 2.600 mAh
Die Daten nebeneinander
| Merkmal | Poolrunner ONE RXB 150 | Aiper Scuba SE |
|---|---|---|
| Angegebene Bodenfläche | bis 15 m² | bis 80 m² |
| Laufzeit | bis 110 Minuten | bis 90 Minuten |
| Akku | 5.200 mAh bei 12,6 V | 2.600 mAh bei 11,1 V |
| Ladezeit | 5 Stunden | rund 3 Stunden |
| Filterfeinheit | 180 μm | 180 μm |
| Reinigungsbreite | 113 mm | keine Angabe |
| Fahrgeschwindigkeit | 12 m/min | keine Angabe |
| Maximale Wassertiefe | 2 m | 3 m |
| Wassertemperatur | ab 5 °C | ab 10 °C |
| Schutzart | IPX8 | IPX8 |
| Bürsten | keine Angabe | zwei Bodenbürsten |
| Selbstparken | keine Angabe | parkt am Rand bei schwachem Akku |
| Wasserablass | keine Angabe | 80 Prozent in 15 Sekunden |
| Salzwasser | geeignet | keine Angabe |
| Maße | 330 x 330 x 190 mm | 343 x 280 x 170 mm |
| Ladegerät | 30 W | keine Angabe |
| Modell | 061503Y | Scuba SE |
Werte nach den Datenblättern der Hersteller, nachzulesen bei Steinbach und bei Aiper, ergänzt um die Angaben aus den Verkaufsunterlagen des Fachhandels, weil Aiper Reinigungsbreite und Fahrgeschwindigkeit nirgends nennt. Die hervorgehobene Zelle ist der bessere Wert, nicht automatisch der wichtigere. Wo eine Angabe fehlt, zählt das nicht als Nachteil.
Was aus den Zahlen folgt
Warum 15 Quadratmeter mehr sein können als 80
Die Rechnung mit der Bahnbreite
Der Steinbach fährt 12 Meter je Minute und räumt dabei eine Bahn von 113 Millimetern frei. In 110 Minuten legt er also rund 1.320 Meter zurück und überfährt damit etwa 149 Quadratmeter Fläche.
Bei 15 Quadratmetern Beckenboden heißt das: rund zehn Überfahrten je Reinigungslauf. Wer 80 Quadratmeter mit derselben Bahnbreite in 90 Minuten schaffen will, kommt auf weniger als zwei.
Die Bahnbreite des Aiper ist nicht angegeben, deshalb ist der zweite Teil eine Übertragung und keine Herstellerangabe. Selbst mit einer doppelt so breiten Bahn bliebe es bei rund drei Überfahrten.
Praktisch heißt das: Die Flächenangabe sagt nicht, wie sauber es wird, sondern wie oft der Roboter überhaupt vorbeikommt. Bei einem Aufstellbecken von zwölf Quadratmetern ist die kleinere Zahl der bessere Wert.
Was doppelt so viel Akku wirklich einbringt
Die Rechnung mit dem Energieinhalt
5.200 Milliamperestunden bei 12,6 Volt sind rund 66 Wattstunden, 2.600 bei 11,1 Volt sind rund 29. Der Steinbach trägt also gut das Zweifache an Energie mit sich.
Daraus werden aber nur 110 statt 90 Minuten, also gut ein Fünftel mehr Laufzeit. Rechnerisch zieht der Steinbach im Mittel rund 36 Watt, der Aiper rund 19.
Beides sind Überschläge aus Nennwerten, ohne Wirkungsgrad und ohne Berücksichtigung der Restladung am Ende.
Praktisch heißt das: Der größere Akku steckt nicht in längerer Laufzeit, sondern in mehr Saugleistung je Minute. Genau das passt zum Bild aus der ersten Rechnung.
Wie oft ein Akkuroboter pro Woche wirklich laufen kann
Die Rechnung mit der Ladezeit
Der Steinbach lädt fünf Stunden für 110 Minuten Arbeit, der Aiper drei Stunden für 90 Minuten. Auf eine Stunde Reinigung kommen also rund 2,7 gegen rund 2,0 Stunden am Ladegerät.
Für einen Durchlauf am Tag reicht beides bequem, weil zwischen zwei Bädern immer mehrere Stunden liegen.
Wer aber nach einem Sturm zweimal hintereinander reinigen will, wartet beim Steinbach einen halben Tag und beim Aiper einen halben Nachmittag.
Praktisch heißt das: Bei kabellosen Robotern begrenzt nicht die Laufzeit den Einsatz, sondern die Ladezeit. Wer täglich zweimal saugen muss, ist mit einem Modell am Kabel besser bedient.
Wofür welches Modell reicht
Wer den Boden lieber selbst absaugt, findet die Handgeräte bei den Bodensaugern, und die Übersicht über alle Bauarten steht bei den Poolrobotern.
Wo jeder von beiden gewinnt
Für den Steinbach spricht
- 110 statt 90 Minuten Laufzeit
- Rund die doppelte Akkuenergie
- Reinigungsbreite und Geschwindigkeit sind angegeben
- Salzwassertauglichkeit ausdrücklich bestätigt
- Schon ab fünf Grad Wassertemperatur zugelassen
Für den Aiper spricht
- 80 statt 15 Quadratmeter Nennfläche
- Drei statt zwei Meter Tauchtiefe
- Zwei Bodenbürsten statt reiner Saugwirkung
- Parkt bei schwachem Akku selbst am Rand
- Rund drei statt fünf Stunden Ladezeit
Beide Geräte haben dieselbe harte Grenze: Sie reinigen den Boden, und zwar nur den flachen. Schrägen, Rundungen, Falten in der Folie und die Wasserlinie bleiben liegen. Wer auch die Wand sauber haben will, braucht eine andere Bauart, und die kostet ein Vielfaches. Für Aufstellbecken mit ebenem Boden ist das kein Verlust, für ein gemauertes Becken mit Schrägboden schon.
Wenn keiner von beiden passt
Häufige Fragen zu Akku-Poolrobotern
Warum reinigen beide Geräte nur den Boden?
Weil zum Klettern an der Wand ein Anpressmechanismus gehört, der den Roboter gegen die Folie zieht, dazu eine Steuerung, die die Wasserlinie erkennt. Beides braucht deutlich mehr Energie und mehr Technik. Kabellose Einstiegsgeräte sparen genau das ein, und deshalb steht in beiden Datenblättern die Einschränkung auf flache Böden ohne Gefälle.Was bedeutet eine Filterfeinheit von 180 Mikrometern?
Der Filterkorb hält Teilchen ab etwa 0,18 Millimetern zurück, also Sand, Blätter, Insekten und groben Schmutz. Feiner Schwebstoff und Algen gehen hindurch, dafür ist die Sandfilteranlage zuständig. Ein Roboter ersetzt die Anlage nicht, er nimmt ihr die grobe Arbeit ab. Welche Anlage dazu passt, steht bei den Sandfilteranlagen.Wie lange hält der Akku über die Jahre?
Lithium-Ionen-Zellen verlieren Kapazität, unabhängig davon, ob sie benutzt werden. Nach drei bis vier Saisons ist mit spürbar kürzerer Laufzeit zu rechnen. Wichtiger als die Zyklenzahl ist die Lagerung: nicht leer und nicht randvoll überwintern, sondern etwa halb geladen und frostfrei. Ein tiefentladener Akku, der den Winter im Gartenhaus verbringt, ist im Frühjahr oft nicht mehr zu wecken.Darf der Roboter im Wasser bleiben?
Nein. Beide sind mit IPX8 für den Betrieb unter Wasser gebaut, nicht für das Dauerbad. Chlor und Salz greifen Dichtungen und Kontakte an, und die Elektronik im Gehäuse ist nur so lange sicher, wie die Dichtung hält. Nach dem Lauf herausnehmen, ausspülen, Filter leeren, an der Luft trocknen lassen.Ersetzt ein Roboter das Kescher- und Bürstenzubehör?
Nur zum Teil. Was auf dem Wasser schwimmt, erreicht kein Bodenroboter, und der Belag an der Wasserlinie geht nur mit der Bürste weg. Ein Handkescher und eine Wandbürste bleiben deshalb Pflicht, auch mit Roboter. Was dazugehört, steht beim Reinigungsset für den Pool.Die Entscheidung in einem Satz
Steinbach Poolrunner ONE RXB 150, Akku-Poolroboter für Becken bis 15 m²
Wer ein Aufstellbecken bis etwa fünfzehn Quadratmeter hat, nimmt den Poolrunner ONE RXB 150, weil er dieselbe Fläche in einem Lauf rund zehnmal überfährt, doppelt so viel Akkuenergie mitbringt und schon ab fünf Grad Wassertemperatur arbeiten darf. Wer ein großes Rechteckbecken, mehr als zwei Meter Wassertiefe oder einfach einen Roboter will, der sich nach getaner Arbeit selbst an den Rand stellt, greift zum Aiper Scuba SE, der die größere Fläche abdeckt, schneller lädt und mit zwei Bürsten statt reiner Saugwirkung arbeitet.



